Marseille-Tarot

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Das Marseille-Tarot ist das älteste noch verwendete europäische Wahrsagedeck. Im 17. Jahrhundert von den Kartenmachern aus Marseille festgelegt, umfasst es 78 Karten: 22 Große Arkana und 56 Kleine Arkana mit geometrischen Motiven. Diese Anwendung erlaubt es Ihnen, online nach den klassischen Methoden zu legen (eine Karte, drei Karten, Kreuz) und bietet eine Deutung, die der Tradition treu bleibt. Die Bilder greifen die schablonenkolorierten Holzschnitte auf, die den Ruf des Decks begründet haben. Sie formulieren Ihre Frage, ziehen die Karten und lesen die Bedeutung der Arkana in ihrer reinsten Form.

Was ist das Marseille-Tarot?

Das Marseille-Tarot ist eine Familie von Decks, die zwischen dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert von den Marseiller Kartenmachern festgelegt wurde, wobei Nicolas Conver (1760) die Referenz bleibt. Es leitet sich von älteren italienischen Spielen ab, den Tarocchi des 15. Jahrhunderts. Das Marseille-Tarot umfasst 22 Große Arkana (Der Gaukler, Die Päpstin, Die Herrscherin bis zur Welt) und 56 Kleine Arkana in vier Farben: Stäbe, Kelche, Schwerter, Münzen. Eine Besonderheit: Die nummerierten Kleinen Arkana werden durch geometrische Motive und nicht durch figürliche Szenen dargestellt, was es vom Rider-Waite unterscheidet. Seine Lesart stützt sich auf Farben, Zahlen und traditionelle Symbole.

Wie funktioniert diese Legung?

Sie wählen das Format: Eine Karte für die Tagesfrage, drei Karten zur Strukturierung einer Situation oder eine Kreuzlegung zur tiefgehenden Erkundung eines Themas. Sie formulieren Ihre Frage innerlich und starten das Mischen. Jede gezogene Karte wird mit ihrem traditionellen Namen und ihrer Deutung angezeigt. Das Marseille-Tarot wird auch durch die Dynamik zwischen den Arkana gelesen: Blickrichtung der Figuren, Kontakt zwischen den Gestalten, dominierende Farbe. Die Anwendung bietet Ihnen eine Lesung Karte für Karte, ausreichend für eine eigenständige Konsultation.

Tipps zur Lesung

Das Marseille-Tarot eignet sich für Lebensfragen: Lebensweg, grundlegende Entscheidungen, familiäre oder berufliche Dynamiken. Seine alte Symbolik verlangt ein wenig Aufmerksamkeit. Bevorzugen Sie offene, in der Gegenwart formulierte Fragen. Vermeiden Sie es, nach genauen Daten zu fragen. Wenn Sie Anfänger sind, bleiben Sie bei den Großen Arkana: ihre 22 Figuren genügen für die meisten Lesungen. Notieren Sie die Karten in einem Heft und kommen Sie später darauf zurück: das erneute Lesen erhellt oft, was die ursprüngliche Legung verdeckt hatte.

Häufige Fragen

Wer hat das Marseille-Tarot geschaffen?

Es gibt keinen einzelnen Schöpfer: Das Marseille-Tarot ist eine kollektive Tradition von Kartenmachern, die zwischen 1650 und 1760 in Marseille festgelegt wurde. Das Deck von Nicolas Conver (1760) wird oft als kanonische Referenz zitiert, doch es existieren ältere Versionen: Jean Noblet (1650), Jean Dodal (1701), Pierre Madenié (1709).

Sollte man umgekehrte Karten lesen?

Die Marseiller Tradition verwendete Umkehrungen nicht systematisch. Viele moderne Leser lesen alle Karten aufrecht und nuancieren über den Kontext. Sie können die eine oder andere Methode wählen: Wesentlich ist die Stimmigkeit Ihrer Lesart.

Was bedeuten die vier Farben?

Die Stäbe stehen für Handlung, Schwung und Arbeit; die Kelche berühren das Affektive, die Bindungen, die Emotionen; die Schwerter betreffen das Denken, Konflikte und Entscheidungen; die Münzen verweisen auf das Konkrete, das Geld, den Körper und die Materie.

Eignet sich das Marseille-Tarot für Anfänger?

Ja, sofern Sie mit den 22 Großen Arkana beginnen. Ihre Figuren sind sprechend und ihre Bedeutung ist umfassend dokumentiert. Die Kleinen Arkana mit ihren geometrischen Mustern erfordern mehr Übung. Nach einigen Wochen täglicher Legungen wird die Bildsprache des Decks vertraut.