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Jung analysiert deine Psyche…
Das kollektive Unbewusste spricht
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Der Archetypentest bietet eine symbolische Erkundung Ihres inneren Profils durch die zwölf universellen Figuren, die vom Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung theoretisiert wurden. Anhand einer Reihe von Multiple-Choice-Fragen identifiziert das Werkzeug den dominanten Archetyp, der Ihr Verhältnis zur Welt strukturiert, sowie einen sekundären Archetyp, der ihn nuanciert. Der Weise, der Held, der Schöpfer, der Unschuldige, der Entdecker, der Rebell, der Magier, der Liebende, der Narr, der Beschützer, der Herrscher und der Jedermann bilden dieses Panorama. Es handelt sich um ein Werkzeug der symbolischen Selbstbeobachtung ohne diagnostischen oder klinischen Wert.
Carl Gustav Jung führt den Begriff des Archetyps ab 1919 ein, insbesondere in Instinkt und Unbewusstes, bevor er ihn in Die Wurzeln des Bewusstseins (1954) vertieft. Für Jung sind die Archetypen universelle psychische Strukturen, die aus dem kollektiven Unbewussten überliefert sind und sich in den Mythen, Märchen, Träumen und in der Kunst aller Kulturen manifestieren. Die später von Carol Pearson und Margaret Mark in The Hero and the Outlaw (2001) popularisierte Typologie der zwölf Figuren ordnet diese Motive entlang dreier Achsen an: das Ich (Unschuldiger, Jedermann, Held, Beschützer), die Seele (Entdecker, Rebell, Liebender, Schöpfer) und das Selbst (Narr, Weiser, Magier, Herrscher).
Der Test besteht aus etwa zwanzig Multiple-Choice-Fragen zu Ihren Motivationen, Ängsten, Ihrem Verhältnis zur Autorität, zur Kreativität und zur Einsamkeit. Jede Antwort wird gewichtet und fließt gleichzeitig in den Punktestand mehrerer Archetypen ein, denn dieselbe Absicht kann sich auf benachbarte Figuren beziehen. Am Ende des Fragebogens berechnet die Anwendung Ihr Profil und liefert den dominanten Archetyp, begleitet von einem sekundären Archetyp, der die Lesart vervollständigt. Sie erhalten eine Beschreibung des Symbols, seine Stärken, seine möglichen Schattenseiten und einige Erkundungsspuren, um das Ergebnis mit Ihrem Alltag zu verknüpfen.
Lesen Sie zunächst die Beschreibung des dominanten Archetyps, ohne sie mit einem endgültigen Etikett zu verwechseln: Jung selbst bestand auf der Beweglichkeit der inneren Figuren im Laufe eines Lebens. Stellen Sie dann das sekundäre Profil dem ersten gegenüber, denn die Spannung zwischen beiden offenbart oft mehr als das Hauptergebnis. Notieren Sie die Passagen, die mitschwingen, und jene, die Sie zurückweisen, denn der Schatten eines Archetyps erscheint manchmal in der Ablehnung. Wiederholen Sie den Test in einigen Monaten Abstand, um die mit Ihren Lebensphasen verbundenen Entwicklungen zu beobachten.
Nein. Es handelt sich um ein Werkzeug der symbolischen Selbstbeobachtung, inspiriert von Jungs Arbeiten, ohne diagnostischen Wert. Klinische psychologische Befunde beruhen auf validierten Inventaren wie dem MMPI oder dem NEO-PI-R, die von einer Fachperson verabreicht werden. Der Archetypentest bietet eine kulturelle und erzählerische Lesart Ihres Profils.
Ja. Jung erwähnt das Nebeneinander mehrerer innerer Figuren. Die Anwendung hebt den am besten vertretenen Archetyp hervor, zeigt aber auch einen sekundären und manchmal einen tertiären an. Die Koexistenz zwischen, sagen wir, dem Weisen und dem Liebenden zeichnet ein nuanciertes Profil und nicht eine einzige Kategorie.
Ja. Die dominanten Archetypen entwickeln sich oft im Laufe der Lebensphasen. Eine Person kann während ihres Studiums eine Entdeckerphase durchschreiten und dann mit der Elternschaft zum Beschützer wechseln. Den Test in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, erlaubt, diese symbolischen Verschiebungen zu beobachten.
Die Liste ist von Jung inspiriert, wurde aber von Carol Pearson und Margaret Mark in The Hero and the Outlaw (2001) systematisiert, einem Werk, das die Archetypen auf Marketing und Erzählung anwendet. Die Aufteilung in drei Achsen (Ich, Seele, Selbst) ist ein nach Jung entstandener pädagogischer Rahmen.